Samstag, 6. Mai 2017

Get to know the blogger #7

Hallöchen meine Lieben!
Samstag ist Kennenlern-Tag und deshalb habe ich heute wieder einen besonders schönen Blog für euch.

Sandy von Nightingale´s Blog



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Frage 1: Hallo Sandy, könntest du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hi, das mache ich doch gerne. Ich bin in den 30ern, lebe seit 9,5 Jahren in NRW und arbeite neben dem Blog auch in inzwischen in der Buchbranche. Bücher sind also quasi mein Leben.  









                                         
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Frage 2: Die wichtigste Frage von allen: Wie kamst du zum Bloggen?

Das ist schon so lange her [2010], es ist verrückt. ‚Damals‘ befand ich mich im Austausch mit einer Bekannten über Bücher. Habe ihr ein paar Empfehlungen gegeben und war dabei wohl recht lebhaft, und überzeugend. Sie fragte mich, ob ich nicht schon mal daran gedacht hätte, meine Formulierungen in einen Blog zu packen. Zu dieser Zeit hatte ich zwar schon grob einen Einblick in die ‚Szene‘ bekommen, aber der Gedanke war für mich etwas erschreckend. Nicht, weil ich das doof fand – ganz im Gegenteil -, sondern vielmehr vor Respekt. Und ich hatte null Erfahrung damit, wie man einen Blog aufziehen soll. Das technische Know-How fehlte mir einfach. Der Mann meiner Bekannten gab mir mächtig Schützenhilfe und der Rest ergab sich mit der Zeit.

 

 

 

 

Frage 3: Kannst du dich noch an deinen allerersten Post erinnern? Wenn ja, um was handelte es sich?

Ich fürchte ja. *lach* Es war schlichtweg ein kleiner Vorstellungstellungstext, sehr holprig formuliert. Ich hatte keine Ahnung, wo ich genau mit dem Blog hinwollte und das las man in jedem Wort. Zu dieser Zeit hatte ich ja auch nur grobe Kontakte, aber keine Leser.

 

 

 

 

Frage 4: Hast du deinen Blog, bevor du ihn online gestellt hast, genau geplant, oder hast du einfach darauf losgeschrieben?

Einen Plan hatte ich nicht. Auch nicht, wie ich inhaltlich vorgehen will. Ich wusste nichts über das Verbloggen an sich, sondern wollte einfach nur schreiben.





Frage 5: Gibt es jemanden, der dich zu deinem Blog inspiriert hat?

Meine Liebe zu den Büchern und meine Mutter, von der ich die Leidenschaft weitergetragen bekommen habe. Im ‚professionellen‘ Sinn machte mir Kossi damals Mut. Und noch ein paar andere Blogger, die jedoch inzwischen leider ihren Blog eingestampft haben.






 

Frage 6: Wie kamst du zu deinen Blognamen "Nightingale´s Blog"?

Es ist so eine Mischung aus einem Spitznamen meiner Mutter und einer Kurzgeschichte Oscar Wildes („The Nightingale andthe Rose“), die mich auf den Namen brachte. Ich wollte den Namen auch allgemeiner halten, da ich nicht sicher war ob ich beim Thema Buch bleiben würde.






 

Frage 7: Was bedeutet "Lesen" für dich? Gibt dir lesen ein besonderes Gefühl?

Oh ja, natürlich. Ich denke, das würde dir jeder leidenschaftliche Leser auch bestätigen. Es gibt mir die Gelegenheit, für eine gewisse Zeit meine manchmal wirren Gedanken zu ordnen ohne groß drüber nachzudenken. Sich in andere Welten/Orte und Menschen zu projizieren ist doch super spannend!






 

Frage 8: Wie kamst du zum Lesen? Hattest du schon von klein auf einen besonderen Bezu zu Büchern, oder kam dies später?

Ja, ich lese seit meiner Kindheit. Meine Mutter hat meinem Bruder und mir vermittelt, wie wichtig sie es findet, dass wir uns zumindest ab und zu mit einem Buch beschäftigen. Sie selbst ist leidenschaftliche Leserin. Und so übertrug sie uns dieses Gen. Mein Bruder ist auch ein großer Leser. Er las mir sogar vor, wenn ich krank war. Mit den Jahren kamen natürlich andere Interesse hinzu und das Lesen wurde etwas nach hinten gestellt, aber ich fand immer wieder zum geschriebenen Wort zurück.






 

Frage 9: Nach welchen Kriterien rezensiert du deine gelesenen Bücher?

Meine Besprechungen sind nach einer eigens formulierten Kurzbeschreibung, meine persönliche Meinung und einem kurzen Fazit unterteilt. Und wenn mich die Geschichte zum Beispiel durch die Stimmung, oder die Ausdrucksweise des Autors überzeugen konnte, schließe ich Zitate ein.
Für mich ist es wichtig, dass der Leser wirklich meine persönliche Meinung herauslesen kann. Runde Formulierungen sollte ein Buchblogger beherrschen, sprich der deutschen Sprache mächtig sein. Ein dumpfes ‚das war toll‘ oder ‚schöne Geschichte‘ würde mich persönlich beim Lesen einer Besprechung allein nicht überzeugen. Meine Rezensionen sind auch immer sachlich formuliert. Kraftausdrücke gehören da nicht rein. Ich versuche nie aus den Augen zu verlieren, dass ein anderer Leser anders denken würde. 







 

Frage 10: Wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt, brichst du es dann ab, oder liest du es eisern zu Ende?

Nach wie vor breche ich ganz selten ab. Ich bringe es oft einfach nicht über mich. Inzwischen springe ich jedoch manchmal beim Lesen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich nichts verpasse.






 

Frage 11: Hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt selbst ein Buch zu schreiben?

Ich würde lügen, wenn ich diese Frage verneinen würde. Ideen spuken auch rum. Da ich selbst in einem Verlag arbeite, sehe ich es womöglich noch etwas sensibler. Für mich ist das Schreibhandwerk eine Kunst, die man grundsätzlich beherrschen muss.  

 

 

 

 

Frage 12: Gibt es ein Buch, welches dich in deinem Leben besonders geprägt hat?

Ein einzelnes Buch eher nicht. Es sind viele Geschichten, die ich über die Jahre gelesen habe und die mich immer begleiten. Autoren wie Michael Ende und Günter Grass, aber auch von J.K. Rowlings Harry Potter Büchern konnte ich einiges für mich mitnehmen. Mir gefällt, wenn ich noch etwas beigebracht bekomme. Egal, wie alt ich bin.

 

 

 

 

 

Frage 13: Ebook oder Printbook?

Print. Ebooks sind sehr praktisch für Unterwegs, vorallem wenn man gerade einen Wälzer liest. Als Pendler will ich so einen Backstein nicht in meiner Tasche rumschleppen. Aber es kommt nichts an ein gedrucktes Buch ran. Dafür liebe ich den Geruch und die Gestaltung eines Buches zu sehr.

 

 

 

 

 

Frage 14: Nach welchen Kriterien kaufst zu deine Bücher?

Die Thematik muss mich ansprechen und ich muss das Gefühl haben, mich in die Figur(en) hineinversetzen zu können. Wenn der Klappentext so formuliert ist, dass der Inhalt mich sofort abholen kann, dann wandert das Buch in die Einkaufstasche. Und natürlich bin auch ich immer wieder ein Opfer von der Gestaltung eines Buches.

 

 

 

 

 

Frage 15: Kannst du uns kurz den Weg vom Kauf eines Buches bis zur Rezension auf deinen Blog beschreiben?

Zuerst muss ich hervorheben, dass ich NICHT lese, um zu rezensieren. Inzwischen nehme ich mir auch mal die Freiheit ein Buch nicht zu rezensieren. Mein Blog ist ein Hobby, das ich ernst nehme, aber woran ich Spaß haben möchte. Bei Verlagsbüchern ist das selbstverständlich anders. Die werden zeitnah unter die Lupe genommen. Ich lese Bücher auch nicht unbedingt sofort nach dem Kauf.

 

 

 

 

 

Frage 16: Welchem Autor bist du besonders verfallen?

Ruta Sepetys! Sie ist Autorin von historischen Jugendbüchern/All-Age. Meine Güte, kann die Frau schreiben. Obendrein durfte ich sie schon mal für ein sehr intensives Gespräch treffen. Sie ist unglaublich liebenswürdig und weltoffen. DieBücher von Maggie Stiefvater mag ich sehr. Und auch Marie Lu hat mich bisher nicht enttäuscht.

 

 

 

 

 

Frage 17: Wie viele Stunden in der Woche, sitzt du vor deinem Computer und bearbeitest deinen Blog?

Das ist ganz unterschiedlich. Es liegt an meiner Zeit und natürlich an der Lust. Blogge immer mit Lust und nicht nur aus Pflichtgefühl. In der Regel nehme ich mir 4 bis 6 Stunden wöchentlich die Zeit. Das beinhaltet die Vorbereitung und Formulierung des Beitrags, und ggf. eine Fotosession.

 

 

 

 

 

Frage 18: Wie viele Stunden in der Woche liest du?

Ich lese fast jeden Tag, unter der Woche aber regelmäßiger. Als Pendler komme ich im Zug gut dazu.

 

 

 

 

 

Frage 19: Was sagen deine Freunde oder deine Familie zu deiner "Büchersucht"?

Ich erhalte da nur Unterstützung. Meine Mutter staunt nach all den Jahren immer noch über meinen Blog und kann meinen Konsum sogar verstehen. Sie lässt sich gerne von mir beraten. Ich schicke ihr oft Bücher zu. Auch mein Bruder holt sich Empfehlungen ein. Mein Vater ist allerdings überhaupt kein Leser. Und die meisten meiner Freunde sind ähnlich buchvernarrt. Andere lachen amüsiert, finden das aber irgendwie süß.

 

 

 

 

 

Frage 20: Welche Wünsche hast du für deine Zukunft als Bloggerin?

Das mir meine Blogginglust noch lange erhalten bleibt. Wer weiß schon was die Zukunft bringt. Die Entwicklung in den letzten Jahren für uns Buchblogger, und all die Möglichkeiten die sich uns dadurch bieten, sind sagenhaft. Das macht Freude und spornt an.

 

 

 

 

 

Und zum Schluss: Was ich meinen Lesern immer schon einmal sagen wollte, ist...

Wie dankbar ich für jeden von Euch bin! Jeder Austausch, jedes Treffen macht mich immer ganz glücklich. Es freut mich unendlich, wenn Empfehlungen von mir bei anderen genauso tiefe Gefühle wecken. Seid wild und frech, und wunderbar! 



Vielen lieben Dank an Sandy für dieses wirklich interessante Interview!

 

 

Hier habt ihr noch die offizielle Blogadresse von Nightingale´s Blog: http://nightingale-blog.net/
Reinschauen lohn sich!


Nächste Woche freue ich mich schon über das Interview mit Karin von "Buchgefieder".
Wieder am Samstag, geht das Interview online. 

Ich wünsche euch allen noch ein sonniges Restwochenende!




Alles Liebe, eure

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