Dienstag, 7. März 2017

Interview mit Awen Eibner

(https://www.aweneibner.at/)
Hallöchen meine Lieben!
Einige von euch haben bestimmt die Blogtour letzte Woche "Wellenflügel" besucht und heute hatte ich die große Ehre ein Interview mit der Autorin des Buches Awen Eibner zu führen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! :-)
Frage 1: Könntest du dich meinen Lesern kurz vorstellen?
Sicher.
Wie ihr am Titel bereits ablesen konntet, lautet mein Name Awen und ich habe 2016 mein erstes Buch veröffentlicht: einen High-Fantasy-Roman, der noch zwei Fortsetzungen bekommen soll. Naturgemäß zähle ich das Schreiben zu meinen größten Freuden, aber ich lese auch sehr gerne und bemühe mich nach Kräften, die Klischees eines Autors zu erfüllen, darunter: bis zu Mittag noch im Bademantel herumzulaufen, immer ein Notizbuch bei mir zu haben und mit meiner Sammlung von Drachenstatuen zu glänzen. Daneben habe ich auch noch einen Haufen anderer Hobbys und Interessen, die ebenfalls in meine Texte fließen.


Frage 2: Wer oder was hat dich dazu inspiriert "Wellenflügel zu schreiben?

In dem Fall „was“, denn „Wellenflügel“ war ursprünglich als das Versuchsromänchen gedacht, an dem ich die Veröffentlichung proben wollte. Zuerst auf einer Schreibplattform und unverbindlich, zwei Jahre später dann im Selfpublishing. Zur Auswahl der Ausgangssituation für den Roman habe ich mir überlegt, welche Facette meiner zu dem Zeitpunkt bereits erfundenen Welt ich einem Leser (…, der kein Freund oder Bekannter ist, …) präsentieren möchte, wenn es sein Einstieg in diese Welt sein soll. Die Wahl ist aufs Gestaltwechseln gefallen.



Frage 3: Was fasziniert dich am meisten an dem Genre "Fantasy"?
Kurz und knapp: die Welten und die Interpretationen der Magie. Ich liebe es, mich in vollkommen andere Universen zu stürzen und dabei zuzusehen, wie der Autor diese vor meinen Augen entfaltet und im Idealfall dabei nicht vergisst, dass jede erfundene Welt von unserer stark beeinflusst ist, sondern diese Tatsache nutzt und in diesem sicheren Raum politisch, wirtschaftlich und sozial relevante Themen und Konflikte austrägt und erprobt.



Frage 4: Man sagt ja, dass ein Werk seinen Schöpfer gleicht. Spiegelt Gwens Charakter deinen eigenen?
Meinen aktuellen nur zum Teil, aber dafür ähnelt sie in einigen Punkten meinem pubertierenden Ich. Die Phase habe ich inzwischen überwunden, aber ihre Faszination für Wasser und Seen ist von meiner Persönlichkeit abgeleitet und noch immer aktuell.



Frage 5: Hattest du während des Schreibens eine Schreibblockade? Wenn ja, wie gingst du damit um?
„Wellenflügel“ ist 2014 entstanden und ich habe keine Ahnung mehr, wie es mir mit dem Schreiben ging. Ich glaube aber, dass das einer der Romane ist, die sehr wenige Probleme oder Schreibpausen mit sich gebracht haben. Worüber ich rückblickend froh bin, denn zu dem Zeitpunkt hätte ich bei einer Schreibblockade wahrscheinlich einfach abgebrochen – heute würde ich mich einer anderen Szene oder einem anderen Text zuwenden und es später nochmal versuchen.



Frage 6:  Ab wann wusstest du, dass dein Buch fertig zum Veröffentlichen war?
Da es meine erste Veröffentlichung war, war es auch gleichzeitig die erste Probe, wie so etwas für mich funktioniert. Dementsprechend habe ich mir einen Plan mit Überarbeitungsphasen und Baustellen gemacht, mir Kritik besorgt und die dann verarbeitet. Als ich das fast fertige Buch dann im letzten Kontrollgang auf meinem E-Reader gelesen habe, war ich mir sicher, dass ich das so veröffentlichen kann und ich mich in zehn Jahren nicht dafür schämen muss. Bereits jetzt habe ich einen Haufen Fehler und unschöner Details im Kopf, wenn ich an „Wellenflügel“ denke, und nicht alle davon lassen sich in Buch zwei ausbügeln. Ein perfektes Buch wird es aber nicht geben – deswegen orientiere ich mich lieber daran, ob das Buch gut genug ist, dass ich auch Jahre später noch dahinterstehen kann. Wenn ja, ist es bereit.



Frage 7: Gibt es schon neue Buch-Projekte über die du uns eine Kleinigkeit erzählen könntest?
Aktuell arbeite ich an zweien. Einmal an „Wellenflügel“ 2, zu dem ich nur sagen möchte, dass es jetzt endlich eine Spannungskurve geben sollte. Und einmal „A.p.“, was die Abkürzung des Arbeitstitels ist, der nichts mit dem Buch zu tun hat, weil Titel und meine Wenigkeit offenkundig so gut zusammenpassen wie Wespen und Bienen. Wenn zeitlich alles klappt, wird dieser Roman 2020 veröffentlicht werden, ansonsten ein oder zwei Jahre später. Erneut handelt es sich um einen Reihenauftakt, aber er spielt in einer anderen Welt und soll eine Menge der oben angesprochenen Fehler von „Wellenflügel“ vermeiden und quasi eine neue Ära meines Schreibwissens einläuten. Mal sehen, ob das klappt.



Frage 8: Hast du ein paar Ratschläge, die du jungen Autoren geben könntest?
Natürlich. Ich find’s super, dass die jetzt jemand auch tatsächlich hören möchte.
Zunächst: Wenn ihr Prosa schreibt, müsst ihr nicht gleich mit einem Mammutroman anfangen, der über eintausend Seiten hat. Schreiben und das Romanschreiben im Speziellen sind zwei Künste, die sich über Jahre hinweg entwickeln und verbessern werden, und erst nach mindestens zwei Jahren werdet ihr die Blutige-Anfänger-Phase überwunden haben. Die gute Nachricht: Dann habt ihr das Wissen und die Basiserfahrungen, die euer gesamtes restliches Schaffen prägen werden. Es ist also bei weitem keine verlorene Zeit.
Besonders wichtig ist, dass ihr einen produktiven Umgang mit Kritik erlernt, sei sie noch so destruktiv. Gerade wenn ihr veröffentlichen wollt, wird genau die nämlich etwas sein, das ihr nicht werdet vermeiden können und das euren Lernprozess auf Warp-Geschwindigkeit beschleunigen kann, wenn ihr sie richtig nutzt.
Zuletzt: Wenn ihr Freude am Schreiben habt, schreibt es sich leichter. Selbst wenn irgendwann der Stress mit Veröffentlichungsterminen oder Überarbeitungen oder dem Erhalt des Hobbys/des Nebenjobs zusätzlich zur Ausbildung oder zum Beruf stärker werden, wird diese Freude etwas sein, zu dem ihr zurückfinden könnt und das euch davor bewahren wird, das Handtuch zu schmeißen.



Frage 9: Wer war der Erste, der dein Buch lesen durfte und wie kam es an?
Ich weiß gar nicht, welche Person die erste war, da ich die Rohfassung auf Wattpad hochgeladen hatte. Generell waren die Reaktionen, wenn sie denn mal kamen, überwiegend positiv.



Frage 10: Welche Wünsche hast du für deine Zukunft als Autorin?
Dass ich im Buchmarketing besser werde. Ansonsten kann es meinetwegen gerne so weitergehen, wie es bis jetzt läuft.



Und zum Schluss: Was du schon immer deinen Lesern sagen wolltest ist...
… danke, dass ihr mein Buch bei einem autorisierten Händler und nicht bei einem Piraten erworben habt.


Ich bedanke mich ganz herzlich bei Awen Eibner für dieses tolle Interview und wünsche ihr für ihre Zukunft als Autorin viel Glück und alles Gute! :-)


Alles Liebe, eure
  

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